Die Anforderungen an therapeutische Praxen steigen kontinuierlich. Gleichzeitig suchen viele Therapeutinnen und Therapeuten nach neuen Wegen, ihre fachliche Expertise wirksam einzusetzen und zusätzliche Angebote aufzubauen. In diesem Gastbeitrag berichtet eine ehemalige Absolventin von SPT-Education über ihre Erfahrungen mit ZPP-zertifizierten Präventions- und Onlinekursen, die Herausforderungen des Zertifizierungsprozesses und die Chancen, die sich daraus für Therapeutinnen und Therapeuten ergeben.
Mehr Möglichkeiten für Therapeuten: Warum ich mich intensiv mit ZPP-zertifizierten Onlinekursen beschäftige
Meine Sportphysioausbildung habe ich bereits 2004 bei SPT-Education absolviert. Diese Zeit hat mich fachlich wie persönlich geprägt und war ein wichtiger Grundstein für meinen weiteren beruflichen Weg. Umso mehr freut es mich, dass sich mein Weg heute wieder mit SPT-Education kreuzt und wir gemeinsam neue Möglichkeiten für Therapeutinnen und Therapeuten aufzeigen können.
Viele Therapiepraxen stehen heute unter erheblichem Druck. Volle Terminpläne, steigende Kosten und Fachkräftemangel sorgen dafür, dass viele Therapeutinnen und Therapeuten täglich an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach neuen Wegen, Menschen wirksam zu begleiten, ohne ausschließlich Zeit gegen Geld tauschen zu müssen.
Genau hier bieten ZPP-zertifizierte Präventions- und Onlinekurse eine interessante Möglichkeit. Sie ermöglichen es, mehrere Menschen gleichzeitig zu unterstützen, das eigene Fachwissen sinnvoll einzusetzen und zusätzliche Angebote über die klassische Einzelbehandlung hinaus aufzubauen.
Doch der Weg zur Zertifizierung erscheint vielen kompliziert und abschreckend.
Auch ich kenne diese Situation aus eigener Erfahrung.
Als Physiotherapeutin, Heilpraktikerin und Kursleiterin beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit Prävention. Schon lange vor der Gründung der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) habe ich Präventionskurse angeboten. Damals war der Weg deutlich unkomplizierter: Die Krankenkassen prüften die Qualifikationen der Kursleitenden selbst und entschieden, ob ein Angebot bezuschusst werden konnte.
Heute sind die Anforderungen deutlich umfangreicher. Kurskonzepte, Stundenverlaufspläne, Teilnehmerunterlagen und zahlreiche weitere Kriterien müssen erfüllt werden, um eine Zertifizierung zu erhalten.
Das kann entmutigend wirken.
Ich weiß das deshalb so genau, weil ich diesen Weg selbst mehrfach begonnen und zunächst nicht zu Ende gegangen bin.
Bereits 2015 absolvierte ich eine Ausbildung zur Kursleiterin für Autogenes Training. Ein Jahr später folgte eine weitere Qualifikation im Bereich Nordic Walking. Beide Fortbildungen hatte ich mit dem Ziel besucht, Präventionskurse nach § 20 SGB V anzubieten.
Doch wie viele andere Therapeutinnen und Therapeuten ließ ich mich damals von den Anforderungen des Zertifizierungsprozesses abschrecken. Nach ersten Rückmeldungen und Ablehnungen legte ich die Projekte zunächst wieder beiseite.
Erst viele Jahre später entschied ich mich, das Thema erneut anzugehen.
Rückblickend bin ich froh über diese Entscheidung.
Denn während des Zertifizierungsprozesses wurde mir bewusst, welches Potenzial in Präventionsangeboten steckt – nicht nur für Teilnehmende, sondern auch für Therapeutinnen und Therapeuten selbst.
Präventionskurse ermöglichen es, mehrere Menschen gleichzeitig zu begleiten, Gesundheitskompetenz zu fördern und Eigenverantwortung zu stärken. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten, das eigene Fachwissen einzusetzen und Menschen auch außerhalb klassischer Einzelbehandlungen zu unterstützen.
Besonders spannend fand ich die Entwicklung im Bereich der Online-Prävention.
Während viele digitale Angebote als reine Selbstlernprogramme konzipiert sind, ermöglichen Live-Onlinekurse eine direkte Interaktion mit den Teilnehmenden. Fragen können unmittelbar beantwortet werden, Übungen werden angeleitet und korrigiert und die persönliche Betreuung bleibt erhalten. Gerade in einer Zeit, in der KI-gestützte Angebote und Selbstlernkurse zunehmen, kann dieser persönliche Kontakt ein entscheidender Mehrwert sein.
Hinzu kommt, dass Teilnehmende unabhängig vom Standort erreicht werden können. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum zu begleiten.
Die Zertifizierung von Onlinekursen ist allerdings noch einmal anspruchsvoller als die eines klassischen Präsenzkurses. Nachdem ich zunächst mehrere Präsenzkurse erfolgreich zertifiziert hatte, entschied ich mich, auch Onlinekonzepte einzureichen. Die Komplexität war erheblich größer als erwartet und mehrfach stand ich kurz davor, aufzugeben. Dennoch habe ich den Weg konsequent weiterverfolgt.
Heute verfüge ich über mehrere erfolgreich zertifizierte Präventionskonzepte und habe dabei nicht nur fachliche Erfahrungen gesammelt, sondern auch gelernt, welche organisatorischen und technischen Schritte notwendig sind, um solche Angebote erfolgreich umzusetzen.
Dabei wurde mir immer deutlicher: Viele Therapeutinnen und Therapeuten verfügen bereits über das notwendige Fachwissen. Was häufig fehlt, ist nicht die Kompetenz, sondern die Zeit, die Erfahrung mit dem Zertifizierungsprozess oder die technische Unterstützung bei der Umsetzung.
Genau deshalb beschäftige ich mich heute intensiv mit der Frage, wie Therapeutinnen und Therapeuten den Einstieg in zertifizierte Präventionsangebote einfacher gestalten können.
Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, an meinem kostenfreien Webinar teilzunehmen. Dort zeige ich unter anderem, welche Möglichkeiten ZPP-zertifizierte Onlinekurse bieten, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und welche Erfahrungen ich auf meinem eigenen Weg gesammelt habe.
Denn manchmal entstehen die größten Chancen genau dort, wo wir uns zunächst von einer Herausforderung abschrecken lassen.
Mehr Informationen und Anmeldung zum Webinar:
https://kvs-sportphysio.systeme.io/df5c6498
Vielen Dank an SPT-Education für die Unterstützung!



